Donnerstag, 21 März 2024 16:32

Streik legt Dresdens Verkehr lahm - Freitags - Update

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Streik - Dresden Streik - Dresden fot: pixabay

Am Freitag, dem 22. März, wird in Dresden der öffentliche Nahverkehr weitgehend zum Erliegen kommen. Ein 24 - stündiger Streik, zu dem die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) aufgerufen hat, betrifft nahezu alle Bus - und Straßenbahnlinien. Fahrgäste müssen sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen und suchen nach alternativen Verkehrsmitteln.

Der Streikbeginn - um 3 Uhr morgens geht es los

Der Streik wird mit dem Beginn der Frühschicht um 3 Uhr morgens anlaufen und bis zum nächsten Tag, Samstagmorgen, andauern. Während dieser Zeit ist mit Ausfällen über das gesamte Netz der DVB zu rechnen, einschließlich Straßenbahnen, Stadtbusse, sowie potenziell der Standseilbahn und der Schwebebahn.

Betroffene Linien und mögliche Ausnahmen

Die Auswirkungen des Streiks erstrecken sich auf alle Straßenbahn- und Stadtbuslinien. Unklarheit herrscht jedoch darüber, ob auch die Fahrer der Tochter- und Subunternehmen, die zahlreiche Buslinien betreiben, ihre Fahrzeuge in den Betriebshöfen belassen müssen. Diese Situation betrifft den Ersatzverkehr für die Linien 4 und 11 sowie die Linien 65, 66, 68, 72, 73, 74, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 84, 85, 88 und 90. Ob und welche Fahrten auf diesen Linien stattfinden werden, bleibt bis zum Streiktag ungewiss.

Alternativen für Fahrgäste

Als Alternative stehen den Fahrgästen S - Bahnen und Regionalzüge zur Verfügung, deren Lokführer nicht zum Streik aufgerufen sind. Zusätzlich verweist die DVB auf ihren Shuttleservice, das Mobishuttle, in den Stadtgebieten Klotzsche, Weixdorf, Pieschen und Neustadt. Für die Nutzung alternativer Verkehrsmittel oder Taxifahrten werden von den DVB keine Kosten übernommen, da die Mobilitätsgarantie bei Streiks nicht greift.

Informationen zu Ausfällen

Die DVB informieren auf Haltestellen - Anzeigetafeln, in der DVB – mobil - App, auf ihrer Internetseite und über die Verbindungsauskunft über die stattfindenden und ausgefallenen Fahrten. Technisch bedingt erscheinen auch ausgefallene Fahrten in der Auskunft, diese werden jedoch als "Ausfall" gekennzeichnet.

Die Forderungen hinter dem Streik

Hintergrund des Streiks sind Forderungen nach höheren Zuschlägen für Samstags-, Sonntags- und Nachtarbeit, mehr Urlaubstagen und zusätzlichen Regenerationstagen für die Nachtarbeit. Der hohe Krankenstand und die enorme Belastung, die zu 130.000 Überstunden seit 2020 geführt haben, zeigen die Dringlichkeit dieser Forderungen.

Der Streik am Freitag stellt für viele Fahrgäste in Dresden eine erhebliche Beeinträchtigung dar. Während die DVB und die Gewerkschaft Verdi noch keinen Kompromiss gefunden haben, müssen sich die Bürger auf einen Tag ohne den gewohnten Nahverkehr einstellen. Die Auseinandersetzung um bessere Arbeitsbedingungen und Entlohnung für die Beschäftigten bleibt indes ein wichtiges Anliegen, dessen Lösung im Interesse aller liegen sollte.

Quelle: saechsische.de