Freitag, 26 September 2025 10:46

Tödliche Messerattacke in der Laußnitzer Heide

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Tatort im Waldstück „Grüne Heide“ bei Laußnitz Tatort im Waldstück „Grüne Heide“ bei Laußnitz Foto: Pixabay

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat beim Landgericht beantragt, den 16-jährigen Täter dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen. Ermittler sind überzeugt, dass der Jugendliche bei der Tat schuldunfähig war. Der Antrag bedeutet, dass er nicht ins Gefängnis soll, sondern in einer gesicherten Klinik bleiben muss.

Inhaltsverzeichnis:

Entscheidung nach psychiatrischer Einschätzung

Die Staatsanwaltschaft stützt sich auf Gutachten, die nahelegen, dass der Jugendliche im Drogenrausch nicht wusste, was er tat. Die Ermittlungen haben ergeben, dass er seine Freundin Emma (†21) mit mehreren Messerstichen getötet hat. Die Tat wies nach Angaben der Polizei ein außergewöhnlich hohes Maß an Brutalität auf. Die junge Frau hatte keine Chance zu überleben.

Rückblick auf die Nacht der Tat

Am Sonntag, dem 18. Mai 2025, feierten rund 200 Menschen eine illegale Techno-Party in der Laußnitzer Heide im Landkreis Bautzen. Die Veranstaltung dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Gegen 6.40 Uhr beendete die Polizei die Feier auf einer Lichtung am Wanderweg „Alte Vier“. Anschließend verließen die Gäste das Gelände. Einige gingen zu Fuß über den Weg „Grüne Eins“ nach Ottendorf-Okrilla, von wo aus die Regionalbahn 33 nach Dresden fährt.

Begegnung im Waldstück

Unter den Heimkehrern befand sich auch der 16-jährige Freund von Emma. Zeugen beschrieben ihn als verwirrt und berauscht. Er hatte blutige Hände. Kurz darauf wurde im Waldstück „Grüne Heide“ Emmas Leiche entdeckt. Sie war von zahlreichen Messerstichen in Hals und Bauch gezeichnet. Ein kleines Messer wurde als Tatwaffe sichergestellt.

Unklare Hintergründe

Der Jugendliche wurde noch am selben Tag festgenommen und nach einem positiven Drogentest vorläufig in eine psychiatrische Klinik gebracht. Das Motiv ist weiterhin unklar, ebenso die genauen Umstände, die zum Angriff führten. Klar ist jedoch, dass Emma durch ihren eigenen Freund ums Leben kam, mit dem sie erst seit kurzem in einer Beziehung stand.

Der Fall sorgt seit Wochen weit über Sachsen hinaus für Schlagzeilen und hat die Region nachhaltig erschüttert.

Quelle: TAG24, Bild