Inhaltsverzeichnis:
- Festnahme von Ismail Alhaj H.
- Zweiter Tatverdächtiger in Haft
- Hintergrund der Tat in Straßenbahnlinie 7
- Reaktionen aus Politik und Ermittlungen
Festnahme von Ismail Alhaj H.
Der Syrer Ismail Alhaj H. steht im Verdacht, einen 20-jährigen US-Bürger mit einem Messer im Gesicht verletzt zu haben. Gegen ihn lag bereits ein Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung vor. Noch am Wochenende soll er einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Dresden vorgeführt werden, der über die Untersuchungshaft entscheiden wird.
Bereits seit dem Morgen lief die Öffentlichkeitsfahndung nach dem jungen Mann. Die Ermittler hatten Fotos veröffentlicht und um Hinweise gebeten. Die eigenständige Kontaktaufnahme des Verdächtigen führte schließlich zu seiner Festnahme.
Zweiter Tatverdächtiger in Haft
Ein weiterer Syrer im Alter von 21 Jahren befindet sich bereits in Untersuchungshaft. Auch ihm wird vorgeworfen, an der Attacke beteiligt gewesen zu sein und das Opfer verletzt zu haben. Er war zunächst auf freien Fuß gesetzt worden, wurde jedoch später erneut festgenommen.
Die Polizei ermittelt nun gegen beide Tatverdächtigen. Die Untersuchungen werden laut Staatsanwaltschaft noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Im Fokus steht dabei die Rekonstruktion des genauen Ablaufs der Tat und die Klärung der Rolle jedes einzelnen Beteiligten.
Hintergrund der Tat in Straßenbahnlinie 7
Der Angriff ereignete sich in der Nacht zum Sonntag um 00.25 Uhr in einer Straßenbahn der Linie 7 in Richtung Gorbitz. Nach Angaben der Polizei sollen zwei Männer aus einer Gruppe Frauen belästigt haben.
- Ein 20-jähriger US-Bürger griff ein
- Es kam zu einer Auseinandersetzung
- Einer der Täter verletzte ihn mit einem Messer im Gesicht
- Beide Angreifer flüchteten, konnten jedoch später gefasst werden
Das Opfer John Rudat hatte versucht, zwei Frauen zu schützen und erlitt dabei schwere Schnittverletzungen.
Reaktionen aus Politik und Ermittlungen
Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) bezeichnete die Festnahme des zweiten Verdächtigen als „wichtigen und zügigen Erfolg“. Er lobte den Einsatz der Ermittler, die erheblichen Fahndungsdruck aufgebaut hätten. Zudem würdigte er den Mut des Opfers, das durch sein Eingreifen Zivilcourage bewiesen habe.
Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft laufen weiter. Beide Verdächtige werden nun im Rahmen des rechtsstaatlichen Verfahrens zur Verantwortung gezogen. Der Fall hat in Dresden große öffentliche Aufmerksamkeit ausgelöst und sorgt weiter für Diskussionen.
Quelle: TAG24, MDR, www.patizonet.com/de