Inhaltsverzeichnis:
- Messerangriff in der Dresdner Innenstadt
- Bodentafel mit eindeutiger Inschrift
- Teilnahme von Politik und Gesellschaft
- Dirk Hilbert über die Bedeutung des Gedenkens
Messerangriff in der Dresdner Innenstadt
Am 4. Oktober 2020 griff ein islamistischer Täter ein schwules Paar in der Innenstadt von Dresden mit einem Messer an. Einer der Männer starb, der andere wurde schwer verletzt. Der Angriff gilt als islamistisch motivierter Terroranschlag.
Seit Jahren gab es Diskussionen über eine passende Form des Gedenkens. Der überlebende Partner des Opfers forderte ausdrücklich ein Zeichen gegen islamistischen Terror. Frühere Entwürfe der Stadt wurden daher verworfen. Nun wird die Tafel mit der klaren Inschrift errichtet.
Bodentafel mit eindeutiger Inschrift
Die Bodentafel trägt folgende Worte:
- „Zum Gedenken an die Opfer und Betroffenen der Messerattacke vom 4. Oktober 2020“
- „Der Tathintergrund war terroristischer Islamismus“
Damit setzt die Stadt ein sichtbares Zeichen gegen Hass und Gewalt. Das Motto der Veranstaltung lautet „Zum Schutz unserer Demokratie und Vielfalt. Ein Zeichen gegen Hass und Gewalt“.
Teilnahme von Politik und Gesellschaft
Mehrere Vertreter werden Redebeiträge halten:
- Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) spricht im Auftrag von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP).
- Roland Weber, Opferbeauftragter der Bundesregierung.
- Helmut Metzner, Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld.
- Iris Kloppich, Opferbeauftragte der sächsischen Regierung.
Die Veranstaltung wird musikalisch von drei Akkordeonspielern des Heinrich-Schütz-Konservatoriums begleitet. Zum Abschluss können Blumen, Kränze und Gebinde niedergelegt werden.
Dirk Hilbert über die Bedeutung des Gedenkens
Oberbürgermeister Dirk Hilbert erklärte, dass der Anschlag ein Angriff auf die offene und vielfältige Gemeinschaft war. Er betonte, wie wichtig es sei, jeder Form von Extremismus entschieden entgegenzutreten.
Mit der Einweihung der Bodentafel erfüllt die Stadt Dresden ein langes Versprechen. Sie würdigt die Opfer und setzt ein klares Zeichen gegen Terror und Intoleranz.
Quelle: TAG24, www.patizonet.com/de/